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Holz
Deutschland ist eines der waldreichen, aber auch der bevölkerungsreichen Länder der Europäischen Union. Die Bundeswaldinventur-Ergebnisse (BWI2, Stichtag 1. Oktober 2002) zeigen, dass rund 11,1 Mio. Hektar, also knapp ein Drittel der Gesamtfläche, mit Wald bedeckt ist. Somit kommen rund 7 Einwohner auf einen Hektar Wald. Im Vergleich dazu haben die waldreichen Nachbarn Deutschlands wie die Schweiz 6, Österreich ca. 2, Frankreich ca. 4, Schweden 0,3 und Finnland 0,2 Einwohner pro Hektar Wald. Trotz aller Inanspruchnahme des Waldes durch die Gesellschaft hat die Waldfläche zugenommen.Vorräte - auf Rekordniveau
Die BWI2 hat für das gesamte Inventurgebiet einen Vorrat von rund 3,4 Mrd. m3 ermittelt. Das entspricht einem Durchschnittswert von rund 320 m3 pro Hektar. Damit hat Deutschland, verglichen mit allen europäischen Ländern, die höchsten Holzvorräte in der Summe und mit Österreich die höchsten pro Hektar.
Die Holzaufkommensmodellierung weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 78 Mio. Festmeter im Mittel der Jahre 2003 bis 2042 aus. Damit wäre eine Steigerung der Holznutzung aus deutschen Wäldern möglich, ohne die Nachhaltigkeit der Waldwirtschaft zu gefährden.
Es wächst mehr Holz nach, als gebraucht wird - Großes Potenzial im Brennstoff Holz
Derzeit werden ca. 54,5 Mio Festmeter genutzt. Allein der geschätzte ungenutzte Teil von 23,5 Mio Festmetern stellt ein Erdöl-Äquivalent von mindestens 5 Mrd. Liter Heizöl dar. Bei einem Jahresverbrauch von 32 Mrd. Liter Heizöl in Deutschland wird klar, welch enormes und immer noch brach liegendes Potenzial im Brennstoff Holz liegt.
Tabelle: Gegenüberstellung von durchschnittlichem jährlichen potenziellen Rohholzaufkommen im Zeitraum 2003 - 2017 und durchschnittlicher jährlicher Nutzung im Zeitraum 1987 - 2002 in den alten Ländern nach Eigentumsarten [1.000 m]
