Nachhaltig investieren
Das "Jahrhundert der Umwelt" nach Ernst Ulrich v. Weizsäcker ist noch jung. Eine hohe Dynamik geht derzeit fast ausschließlich vom Klimaschutz aus, der ersten der "Big Six", der sechs wichtigsten globalen Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung. Schon sehr bald werden die folgenden fünf Herausforderungen eine ähnliche Dynamik entfalten: Süßwasserknappheit, Entwaldung, absolute Armut, Artensterben und globales Bevölkerungswachstum.In Rio de Janeiro hat sich die Weltgemeinschaft 1992 mit der Agenda 21 auf das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verständigt. Der Begriff Nachhaltigkeit wurde so definiert: "Heute Bedürfnisse befriedigen, ohne künftigen Generationen die Möglichkeit zu nehmen, ihrerseits ihre Bedürfnisse zu befriedigen."
Es geht um Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Wirtschafts- und Produktionsprozesse, es geht um unsere Zukunft. Den Finanzmärkten kommt bei der Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise eine Schlüsselposition zu.
Heute können wir bereits feststellen, dass sich nachhaltiges Wirtschaften für die Unternehmen, Ihre Mitarbeiter und Investoren gleichermaßen lohnt.
Analysten kommen zu folgenden Erklärungen:
Nachhaltiges Wirtschaften schont die Ressourcen, spart Kosten und senkt Umweltrisiken.
Umweltorientierte Unternehmen sind innovativer, dynamischer und damit wettbewerbsfähiger.
Umweltschutz und soziale Belange spielten bisher an den Kapitalmärkten der Welt kaum eine Rolle. Doch das ändert sich: Immer mehr Menschen wollen ihr Geld mit gutem Gewissen anlegen. Nachhaltige Investmentformen sind das Instrument des Anlegers, ob privat oder institutionell der Energieform Geld ökologisch und ethische Wertigkeiten zu geben.
